Editorial

Gruenhagen-AndreaLiebe Leserinnen und Leser,

die Urlaubszeit ermöglicht es unzähligen stressgeplagten Stadtmenschen, die Ruhe auf dem Land zu genießen. Oder sie bietet umgekehrt die Gelegenheit zu interessanten Städtetouren. Oft suchen sich Menschen für die Ferien ja gerade das aus, was sie sonst nicht haben. Ja, die meisten wollen vermutlich keinesfalls da wohnen, wo sie oder andere Urlaub machen.

Auch in unserer Kirche haben wir es immer wieder mit der Frage nach Stadt und Land zu tun. Es lässt sich dabei allerdings kein eindeutiges Muster erkennen, das uns zum Beispiel bei Strukturentscheidungen helfen könnte. Es gibt stark wachsende Dorfgemeinden und schrumpfende Stadtgemeinden. Aber auch umgekehrt. Weder stimmt es, dass Christen im ländlichen Raum tendenziell konservativer sind, noch ist es in jedem Fall so, dass Stadtgemeinden sich gegen zu viel säkulare Konkurrenz bei der Arbeit mit Jugendlichen nie durchsetzen könnten. Wenn also viele Vorurteile gar nicht stimmen, bleibt nur die individuelle Frage: Warum wohnst du, wo du wohnst? Hat dieser Ort großen Einfluss auf deine Lebensgestaltung? Und was sind die jeweiligen Chancen für eine Gemeinde? Unsere Beiträge wollen wie immer Gedankenanstoß sein: Stadt oder Land, das können Sie nur selbst beantworten.

Mit Stadtbesichtigungen und ländlicher Idylle hatte es übrigens auch unsere LuKi-Leserreise zu tun. Der Reisebericht eines Teilnehmers gibt einen guten Eindruck davon. In Kürze gesagt: Wir haben circa 15 Kirchen besichtigt, ein Kloster, ein Museum, zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten und sowohl ungestaltete als auch gestaltete Natur. An alle, die mitgefahren sind, noch einmal einen Gruß und ein Dankeschön. Es grüßt Sie alle herzlich

Ihre Andrea Grünhagen