Editorial

Gruenhagen-AndreaLiebe Leserinnen und Leser,

alle Jahre wieder füllt sich der analoge und digitale Briefkasten zu Weihnachten mit Grüßen von Menschen aus der Nähe und der Ferne, die das nahende Fest zum Anlass nehmen, sich zu melden. Ich finde das schön. Ja, ich gehöre sogar zu den Weihnachtsrundbriefverfassern, von denen in dieser Ausgabe die Rede ist. Allerdings zeige ich dabei ein deutliches Kompromissverhalten. Weder werde ich so persönlich, dass meine Mitteilungen nicht von einem erweiterten Bekanntenkreis gelesen werden könnten, noch so allgemein, dass niemand dazu Lust hat. Abgesehen von missglückten Dichtungen und putzigen Erfolgsstatistiken finde ich solche Rundbriefe eine schöne Sitte. Ebenso schön, wenn nicht noch netter, sind persönliche Briefe oder Karten zum Weihnachtsfest. Warum sollte man diese nicht auch mal, wie in den USA üblich, dadurch wertschätzen, dass man sie sichtbar irgendwo hinstellt und sich an den verschiedenen Motiven, an Selbstgestaltetem, Kuriosem und Geschmacklosem einfach freut und so ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit schafft. Spätestens nach dem dritten Glühwein kann man dann ja anfangen zu philosophieren, warum man in diesem Jahr nur Karten mit Rentieren drauf oder fünfmal die gleiche bekommen hat.

Unter dem Stichwort „Gesellschaft“ finden Sie mal wieder einen Reisebericht, diesmal aus der Feder von Frau Juliane Moghimi aus Hannover, die uns als ausgebildete Journalistin in der Redaktionsarbeit unterstützen möchte. Sie erzählt von ihrer Reise ins Heilige Land, und das passt gut zu Weihnachten.

Auch das Interview bei „Personen“ verdanken wir einer Journalistin, nämlich Frau Gabriele Kiunke aus Stuttgart, die das Gespräch mit dem jungen Pastor aus Hamburg, Dr. Malte Detje, geführt hat, der auf dem Allgemeinen Pfarrkonvent referierte. Ich freue mich darüber, dass so aus diesem Vortrag gleich ein praktischer Nutzen für die Gemeinden entsteht.

Nicht zuletzt ist es bei dieser letzten Ausgabe des Jahres 2017 an mir, Ihnen allen für ihre Treue und Unterstützung, alle Rückmeldungen und Anregungen, auch zahlreiche Beteiligung zu danken und Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen.

Ihre
Andrea Grünhagen