Editorial

Gruenhagen-AndreaLiebe Leserinnen und Leser,

„Der Vater im Himmel segne dich, er passe auf dich auf, er gebe dir, was nötig ist, verlasse  ich darauf.“ So sangen es die Kinder am Ende unserer Kinderbibelwoche. Sechzig Knirpse, die Hände zum Segen erhoben. Gut, das sah etwas putzig aus zum Teil, aber das tut es bei manchen Pfarrern ja auch. Diese Kinder meinten ganz ernst, was sie da sangen, sie wollten ihren Eltern und den Mitarbeitern etwas Gutes tun. Etwas mitgeben am Ende des Gottesdienstes. Ist es nicht sogar ein besonders guter Segenswunsch, Gott möge das Nötige geben?

Segen, das ist mehr als gute Wünsche. Es geht um eine Veränderung, die mit den Menschen oder Dingen geschieht in der Vollmacht der Worte Gottes.

Als Gott Aaron und seine Söhne beauftragt, das Volk zu segnen mit den Worten, die wir als deshalb so bezeichneten aaronitischen Segen kennen, präzisiert er selbst, was da geschieht: „So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne“ (4. Mose 6,24). Sie sollen also den in seinem Namen gegenwärtigen Gott auf das Volk herabrufen, damit er es segnet.

Auch auf uns wird dieser Segen gelegt am Ende jedes Gottesdienstes. Aber was genau ist das, und wie wirkt es sich im Alltag aus? Davon handeln die Beiträge dieser Ausgabe. Vielleicht stellen Sie sich einmal die Frage: Wo und wie segne ich? Wo und wie bin ich gesegnet?

Auch gesellschaftliche Themen beschäftigen uns. Zum Beispiel die Frage nach dem Tierschutz und dem Unterschied zwischen Mensch und Tier oder das Phänomen der frisch identifizierten „Netzteufel“. Wir hoffen, die Mischung bietet Ihnen wieder viel Anregung!

Es grüßt Sie herzlich aus der zum Glück kühlen unteren Büroebene im Kirchenbüro

Andrea Grünhagen