Editorial


Andrea GrünhagenLiebe Leserinnen und Leser,

Mission hat etwas mit offenen Türen zu tun. Man muss die Kirchentür und die eigene Haustür öffnen, um hinaus in alle Welt zu gehen, das Evangelium zu verkünden. Türen müssen aber auch offenstehen, damit jemand eintreten kann. Man kann diese beiden Gedanken anhand des Titelbildes dieser Ausgabe zusammen denken. Mission, darum geht es. Klassisch war das etwas, das ein Hingehen in andere Länder erforderte. Dabei sind Verbindungen entstanden, Kirchen gegründet und neue Pfade beschritten worden. Unter dem Stichwort Weltluthertum haben wir darum einen Beitrag, in dem Sie etwas davon erfahren, dass die SELK keine Insel ist, sondern vernetzt und eingebunden auch in Sachen Mission in Afrika. Diese Arbeit hat sich verändert. Seit gut 25 Jahren erleben wir es, dass ausgesandte Missionare aus dem südlichen Afrika zurück nach Deutschland kommen. Gerade jetzt Peter Weber, den wir darum interviewt haben. Ob das nicht neue Chancen für die Mission vor Ort sind?

Auch die digitalen Möglichkeiten, den Glauben zu verkünden und auf unsere Gemeinden und unsere Kirche aufmerksam zu machen, sind sehr gewachsen. Unsere Medienreferentin, Gabriela Peckover, schreibt dazu, und falls Sie sich schon gefragt haben, was sie denn so macht, bekommen Sie hier einen Eindruck. Unmittelbar mit den digitalen Formaten und der Präsenz in den sozialen Medien hängt auch die erfreuliche Entwicklung zusammen, dass verstärkt junge Menschen neu nach Bibel, Gottesdienst und Unterricht fragen.

Dafür ist es wichtig, dass der digitale Türspalt der Christen groß genug ist, damit sich Interessierte ein erstes Bild machen können von dem, was hinter der Tür passiert. Und dann sind wir beim Thema Mission vor Ort. Plötzlich erleben wir es auch in Gemeinden unserer Kirche, dass wahrnehmbar etwas geschieht. Nicht nur ganz junge Leute suchen eine Kirche mit Substanz und Profil. Auch dafür kann das Titelbild ein Beispiel sein. Es kann auch die geheimnisvolle Atmosphäre im dunklen Inneren sein, in die Menschen gerne eintreten wollen. Das Wahre, das Echte, das Heilige zieht viele an, die das grelle Licht der Unverbindlichkeit, des bloßen Scheins und der Banalität satthaben.

Nicht vergessen wollen wir auch, dass Mission und Diakonie beides Lebensäußerungen der Kirche sind. Auch im Bereich der Diakonie ist die SELK eingebunden in größere Zusammenhänge, was wir uns bewusst machen sollten.

Viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen
Ihre Andrea Grünhagen


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